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Praxiswissen · Sicherheit

Sicherheit und Publikum: wer worauf achtet

Humanoider Event-Roboter Unitree G1

Ein laufender Roboter zieht Menschen an — das ist der gebuchte Effekt und zugleich die einzige echte Sicherheitsfrage. Sie wird nicht durch Technik gelöst, sondern durch einen Menschen daneben.

Humanoider Roboter mit Operator für Messe, Firmenevent und Promotion. Auftritt 1–2 Std. ab 1.500 € zzgl. USt. — Anreise, Aufbau und Versicherung inklusive.

Unverbindlich · Antwort meist innerhalb von 24 Stunden

Erwähnt in

  • ARD Mediathek
  • TAG24
  • Berliner Zeitung

Gebucht u. a. von

  • First Class Concept
  • SZ-Fahrradfest Dresden
  • stRONg VisiON
  • Müller-Zeiner
  • ZCG
  • Hogeschool VIVES
  • Brains on Silicon

Warum der Operator kein Extra ist

Ein humanoider Roboter wiegt rund 35 Kilogramm und bewegt sich auf zwei Beinen zwischen Menschen, die ihn filmen, anfassen wollen und rückwärts laufen, um ihn ins Bild zu bekommen. Genau dafür ist der Operator da: Er führt die Laufwege, hält den Bereich frei, bremst Situationen ab und stoppt im Zweifel sofort.

Angebote ohne Operator gibt es am Markt, meist mit dem Argument, das Gerät sei einfach zu bedienen. Für den Veranstalter bedeutet das: Die Verantwortung für den Betrieb im Publikum liegt dann bei ihm. Das ist kein Detail im Kleingedruckten, sondern der Kern der Haftungsfrage.

Der Interaktionsbereich

In der Praxis arbeiten wir mit einer freigehaltenen Zone um den Roboter, die der Operator aktiv moderiert: Gäste kommen heran, aber gesteuert und einzeln, nicht als Traube von allen Seiten. Für Fotos wird angehalten statt ausgewichen — ein stehender Roboter mit Gast daneben ist ohnehin das bessere Bild.

Kinder brauchen besondere Aufmerksamkeit, weil sie schnell, unvorhersehbar und in Hüfthöhe unterwegs sind. Auf Stadtfesten und Familienveranstaltungen ist das der Hauptgrund, warum die Laufwege kürzer und die Abstände großzügiger geplant werden.

Wer haftet wofür

Als Veranstalter tragen Sie die Verkehrssicherungspflicht für Ihre Veranstaltung. Der Anbieter haftet für Gerät und Personal. Die Schnittstelle liegt dort, wo der Roboter auf Ihr Publikum trifft — also bei Laufwegen, Absperrungen und der Freihaltung des Bereichs.

Klären Sie das vorab schriftlich und lassen Sie sich den Nachweis der Betriebshaftpflicht geben. Zwei Fragen, die dabei oft vergessen werden: Gilt der Schutz auch im Freien, und ist der Betrieb im direkten Publikumskontakt eingeschlossen?

Ergänzend ein Blick nach vorn: Die neue EU-Produkthaftungsrichtlinie (EU) 2024/2853 bezieht ausdrücklich Software und KI-Systeme in die Produkthaftung ein; die Mitgliedstaaten setzen sie bis Dezember 2026 um. Und die EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 löst ab dem 20. Januar 2027 die alte Maschinenrichtlinie ab und behandelt Maschinen mit selbstlernendem Verhalten eigens. Beides betrifft in erster Linie Hersteller und Anbieter — für Sie ist es ein Argument, Dienstleister danach zu fragen, statt beim billigsten Angebot zuzugreifen.

Kennzeichnung als KI

Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten des EU AI Act. Artikel 50 verlangt, dass Menschen erkennen können, wenn sie mit einem KI-System interagieren. Für einen Roboter, der Gäste anspricht und antwortet, ist das unmittelbar einschlägig.

Praktisch ist es kein Aufwand: ein sichtbarer Hinweis am Einsatzort, eine Ansage, ein Satz im Programm. Wir bringen die Kennzeichnung mit und stellen sie so auf, dass sie dort steht, wo die Interaktion stattfindet. Dies ist eine Einordnung aus der Praxis und ersetzt keine Rechtsberatung.

So gehen wir vor

  1. VorabAbstimmung von Laufwegen, Auftrittsfläche und Rettungswegen mit der Veranstaltungsleitung.
  2. AufbauTechnik-Check, Aufstellen der KI-Kennzeichnung, Festlegen des Rückzugsbereichs.
  3. Während des AuftrittsOperator führt durchgehend, hält den Interaktionsbereich frei und moderiert Nähe.
  4. Bei GedrängeDer Roboter bleibt an einem festen Punkt statt zu laufen — Fotos im Stehen statt Bewegung in der Traube.
  5. AbbruchkriterienRegen, nasser Boden, unkontrollierbares Gedränge: Auftritt wird pausiert, nicht durchgezogen.

So sieht ein Einsatz aus

Eigene Aufnahmen, keine Renderings — vom Kommunikationskongress in Berlin bis zur Dresdner Schlössernacht, über die ARD Mediathek und TAG24 berichteten. Zum Einsatzbericht

Humanoider Roboter im Shirt mit ZCG-Logo vor der Wand des Kommunikationskongresses 2026 — Praxiswissen · Sicherheit
Im Shirt von ZCG — Kommunikationskongress, Berlin
Humanoider Roboter in Nahaufnahme mit goldener Krone und blauem Pailletten-Sakko vor der Sponsorenwand — Praxiswissen · Sicherheit
Im Abendanzug mit Krone — Dresdner Schlössernacht

Häufige Fragen

Ist ein Operator wirklich nötig?

Ja. Er führt die Laufwege, hält den Bereich frei und stoppt im Zweifel. Ohne Operator verlagert sich die Verantwortung für den Betrieb im Publikum auf den Veranstalter — das ist der entscheidende Unterschied zwischen Geräteverleih und gebuchtem Auftritt.

Dürfen Gäste den Roboter anfassen?

Kontakt findet gesteuert statt: Der Operator lässt Gäste einzeln heran, für Fotos wird angehalten. Unkontrolliertes Herandrängen von allen Seiten wird unterbunden — im Interesse der Gäste wie des Geräts.

Muss der Roboter als KI gekennzeichnet sein?

Wenn Gäste mit ihm interagieren, greift Artikel 50 des EU AI Act, dessen Transparenzpflichten seit dem 2. August 2026 anwendbar sind. Die Kennzeichnung bringen wir mit und stellen sie am Ort der Interaktion auf.

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Hier antwortet ein Mensch, keine KI.

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